Effektivzins soll ein Vergleichswert für Kredite sein.

Kein Kredit, ohne die Angabe eines Effektivzinses unterzeichnen. Der Effektivzins ist ein Vergleichswert für Kredite.

Bei jedem Kredit­an­ge­bot und bei jedem Kredit­ver­trag muß der Effek­tiv­zins­satz ange­ge­ben sein. Der Effek­tiv­zins ist ein Vergleichs­wert für Kredi­te. Außer­dem muß auch die Berech­nung des Effek­tiv­zin­ses so trans­pa­rent gemacht werden, dass Sie als Kredit­neh­mer diese Berech­nung erken­nen und nach­voll­zie­hen können.

Für alle Geld­ge­ber oder Kredit­in­sti­tu­te gilt nach der Preis­ana­gaben­ver­ord­nung (PAngV) die Vorschrift, den Effek­tiv­zins zu ermit­teln und darzu­stel­len. Die mathe­ma­ti­schen Grund­sät­ze sind fest­ge­legt und für alle Kredit­in­sti­tu­te gleich. In dieser PAngV ist genau fest­ge­legt, welche tatsäch­li­chen Zahlun­gen in der Berech­nung enthal­ten sein müssen. Somit ist der Effek­tiv­zins eine Maßein­heit, mit der der Kredit­neh­mer genau fest­stel­len kann, welche Gesamt­kos­ten er für seinen Kredit ausge­ben muss. Sie können damit verschie­de­ne Ange­bo­te verglei­chen. In meinem Vergleichs­por­tal finden Sie die besten Kondi­tio­nen und Ange­bo­te.  

In dem Effek­tiv­zins müssen ausge­hend von den Soll­zin­sen alle Kosten berück­sich­tigt werden, die zusätz­lich anfal­len. Auch die unter­schied­li­chen Zahlungs­wei­sen und die unter­schied­li­chen Verrech­nun­gen der Tilgungs­an­tei­le in den Kredit­ra­ten müssen berück­sich­tigt werden. Dage­gen müssen nicht die Gebüh­ren für Wert­gut­ach­ten und Führung eines zusätz­li­chen Kontos, das für laufen­de Raten­zah­lun­gen verwen­det wird berück­sich­tigt werden. Auch zusätz­li­che Kredit­ab­si­che­run­gen durch eben Versi­che­run­gen werden nicht mit einbe­zo­gen. Notar­kos­ten und Grund­buch­kos­ten gehö­ren auch nicht in die Effek­tiv­zin­sen­be­rech­nung.

Der Effektivzins ist ein Vergleichswert für Kredite, aber für die Beurteilung nicht ausreichend.

Wie Sie selber fest­stel­len, ist also der Effek­tiv­zins eine gute Vergleichs­mög­lich­keit. Aber ob diese Finan­zie­rung mit dem besse­ren Effek­tiv­zins nun das beste Ange­bot ist, ist damit noch nicht entschie­den. Dazu müssen Sie die Ange­bo­te der Kredit­ge­ber genau durch­ar­bei­ten und die Vorschrif­ten sowie die Neben­kos­ten, die nicht im Effek­tiv­zins enthal­ten sein müssen, über­prü­fen und ermit­teln.

Machen wir hier­zu ein Beispiel: Sie haben von dem Geld­ge­ber (1) ein Hypo­the­ken­an­ge­bot über 50.000,-€ mit einem Effek­tiv­zins­satz von 4,5% erhal­ten. Nicht im Effek­tiv­zins­satz berück­sich­tigt kommt ein Wert­gut­ach­ten, für dass 3.000,- € bezahlt werden muss, hinzu. Bei einer Lauf­zeit von 10 Jahren fallen Gesamt­kos­ten in Höhe von 65.913,60 € an. Sie erhal­ten ein weite­res Ange­bot von einer ande­ren Bank (2), die als Effek­tiv­zins­satz 5,0% anbie­tet. Deren Wert­gut­ach­ten kostet 500,-€. Der norma­le Kredit­neh­mer würde ohne die Kosten für die Wert­gut­ach­ten zu kennen zunächst das Ange­bot des Geld­ge­bers (1) anneh­men. Mit der Kennt­nis über die Kosten des Wert­gut­ach­tens kommt er ins Grübeln. Tatsa­che ist, dass das Ange­bot (2) preis­wer­ter ist. Und zwar zahlt er hier als Gesamt­kos­ten in glei­cher Lauf­zeit 64.275,28 €. Das Ergeb­nis zeigt eindeu­tig, auch wenn Geld­ge­ber (1) einen güns­ti­ge­ren Effek­tiv­zins­satz anbie­tet, ist der Kredit doch teurer als bei Kredit­ge­ber (2).

Der Effek­tiv­zins ist zwar ein guter Vergleichs­wert für Kredi­te, aber erst die Kennt­nis aller Fakten und even­tu­ell weite­rer Kosten macht einen tatsäch­li­chen Vergleich möglich. Erst ein Kredit­ver­gleich mit meinem Vergleichs­rech­ner gibt genaue Auskunft.

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