Grundbuch

Im Grund­buch werden grund­stücks­glei­che Rech­te und Grund­stü­cke nach §905 BGB erfasst.

Alle Grund­stü­cke unter­lie­gen dem Grund­buch­zwang, und müssen im Grund­buch einge­tra­gen sein und sind damit jeder­zeit auffind­bar. Dieses Grund­buch wird in Zustän­dig­keit eines jewei­li­gen Grund­buch­am­tes geführt, welches wieder­um ein Amts­ge­richt bildet und für das in dessen Zustän­dig­keits­be­zirk gele­ge­ne Grund­stück verant­wort­lich ist.

Jede Person darf beim Grund­buch­amt Einsicht nehmen, wenn sie die Berech­ti­gung dazu nach­weist. Dazu gehört zum Beispiel ein Grund­stücks­käu­fer oder ein Notar, der einen Besit­zer­wech­sel vorneh­men soll. Auch die Banken oder Geld­ge­ber haben im Rahmen des Kredit­we­sens eine Berech­ti­gung. Sie können dort genau erken­nen, welche Darle­hen oder Kredi­te einge­tra­gen sind, oder ob alte Eintra­gun­gen gelöscht wurden.

Mit Eintra­gun­gen ins Grund­buch sichert sich ein Gläu­bi­ger die Rech­te an einer Verwer­tung, um bestehen­de Ansprü­che bei Zahlungs­un­fä­hig­keit abzu­si­chern. Der Eintrag in das Grund­buch gibt dem Gläu­bi­ger eine recht­lich gelten­de und einfach durch­setz­ba­re Bestä­ti­gung dafür, dass er Ansprü­che am Grund­stück besitzt. Grund­stücks­käu­fer erse­hen im Grund­buch, ob die Grund­stü­cke frei von Hypo­the­ken und Rech­ten Drit­ter sind.