Grunderwerbsteuer

Die Verpflich­tung zur Zahlung von Grund­er­werb­steu­er entsteht immer dann, wenn ein Grund­stück gekauft wird und beruht auf dem Grund­er­werb­steu­er­ge­setz.

Die Höhe der Grund­er­werb­steu­er war ursprüng­lich bundes­weit einheit­lich gere­gelt. Seit dem 01.09.06 steht aber den Bundes­län­dern das Recht zu, den Steu­er­satz selbst fest­zu­le­gen. Daher beträgt die Höhe der Grund­er­werb­steu­er in Berlin, Hamburg und Sach­sen-Anhalt 4,5 % und in den übri­gen Bundes­län­dern 3,5 % des Kauf­prei­ses.

Sobald ein nota­ri­el­ler Kauf­ver­trag über den Kauf eines Grund­stücks geschlos­sen wurde, entsteht die Verpflich­tung zur Bezah­lung der Grund­er­werb­steu­er, unab­hän­gig davon, ob die Grund­buch­ein­tra­gung bereits erfolgt ist. Bei der Zwangs­ver­stei­ge­rung von bebau­ten oder unbe­bau­ten Grund­stü­cken entsteht die Steu­er­pflicht mit dem Zuschlag. Die Höhe der Grund­er­werb­steu­er bezieht sich beim Kauf eines unbe­bau­ten Grund­stücks ledig­lich auf den Kauf­preis für das Grund­stück. Wird aber ein bebau­tes Grund­stück verkauft, so bemisst sich die Grund­er­werb­steu­er am Gesamt-Kauf­preis, ist also in diesem Fall deut­lich höher als beim Kauf und der anschlie­ßen­den Bebau­ung eines Grund­stücks.