Grundschuld

Die Grund­schuld gehört neben der Hypo­thek und der Renten­schuld zu den Grund­pfand­rech­ten.

Für Immo­bi­li­en­dar­le­hen verlan­gen Banken in der Regel Sicher­hei­ten. Eine Möglich­keit, der Bank diese Sicher­heit zu bieten, ist die Eintra­gung einer soge­nann­ten Grund­schuld ins Grund­buch. Damit die Grund­schuld wirk­sam entste­hen kann, müssen sich die Bank und der Eigen­tü­mer des Grund­stücks über die Bestel­lung der Grund­schuld eini­gen und anschlie­ßend eine entspre­chen­de nota­ri­el­le Urkun­de erstel­len, sowie einen Antrag auf Eintra­gung in das Grund­buch beim Grund­buch­amt stel­len. Bei einer Brief­grund­schuld muss zusätz­lich auch der Grund­schuld­brief über­ge­ben werden.

Hier­bei entste­hen Grund­buch­kos­ten für die Eintra­gung im Grund­buch und für die nota­ri­el­le Beur­kun­dung der Grund­schuld. Die Gebüh­ren sind dabei gesetz­lich vorge­schrie­ben und rich­ten sich nach der Höhe der Grund­schuld und gege­be­nen­falls des Kauf­prei­ses sowie etwai­ger weite­rer Voll­zugs­diens­ten des Notars.

Man unter­schei­det:

  • Brief-Grund­schuld (Ausstel­lung eines -Brie­fes)
  • Buch-Grund­schuld (keine Ausstel­lung eines Brie­fes; häufigs­te Form)
  • Eigen­tü­mer-Grund­schuld.

Grund­schul­den können nicht nur für einzel­ne Forde­run­gen, sondern auch für mehre­re und auch zukünf­ti­ge Verbind­lich­kei­ten als Siche­rung dienen. In der Regel werden Zinsen und Neben­leis­tun­gen neben dem eigent­li­chen Betrag einge­tra­gen. Es ist üblich, dass sich der jewei­li­ge Eigen­tü­mer der sofor­ti­gen Zwangs­voll­stre­ckung in das Grund­stück und in Höhe des Betra­ges auch der sofor­ti­gen Zwangs­voll­stre­ckung in sein gesam­tes Vermö­gen unter­wirft.