Fehler der Ersterwerber von Immobilien

Erst­erwer­ber von Immo­bi­li­en machen sehr oft Fehler.

Die Fehler sind vermeid­bar, werden aber leider oft vom Erst­erwer­ber von Immo­bi­li­en gemacht. In der Regel sind das 4 Punk­te, die zum Teil vernach­läs­sigt oder komplett nicht berück­sich­tigt werden. Damit Ihnen das nicht passiert, möch­ten wir Ihnen eine grobe Liste mit Hinwei­sen aufzei­gen:

Punkt 1. Der Erst­erwer­ber hat die Idee, eine Immo­bi­lie anzu­schaf­fen.

Warum will oder soll ich eine eige­ne Immo­bi­lie erwer­ben? Hier soll­te unbe­dingt eine Fami­li­en­pla­nung den Vorrang haben. Denken Sie an Kinder oder Eltern oder Eltern­tei­le. Und es geht vor allen Dingen um den Stand­ort, ist der mit den beruf­li­chen Voraus­set­zun­gen verein­bar? Kann ich die Immo­bi­lie wieder verkau­fen, wenn eine beruf­li­che oder eine ande­re Situa­ti­on das erfor­dert. Also Stand­ort ganz wich­tig!!!

Welche Art von Immo­bi­lie soll ich als Erst­erwer­ber mir anschaf­fen? Der erste Schritt: Haus oder Wohnung. Haus ist abge­se­hen von den Anschaf­fungs­kos­ten, mit wesent­lich mehr zeit­li­chem Aufwand und mehr laufen­den Kosten verbun­den. Ein Haus bedarf stän­di­ger Betreu­ung. Garten­pfle­ge usw. Eine Wohnung kann man auch mal eine Zeit­lang allei­ne lassen. Es gibt zwar Gemein­schafts­kos­ten, aber der Zeit­auf­wand für Pfle­ge usw. fällt nicht an, da diese Arbei­ten vom Verwal­ter in Auftrag gege­ben und über­wacht werden.

Welche Wohn­flä­che benö­ti­ge ich heute und welche an Hand der vorge­se­he­nen Fami­li­en­pla­nung für die Zukunft. Auch kann die beruf­li­che Planung ein Büro notwen­dig werden lassen. Wie soll­te der Grund­riss bezüg­lich der Auftei­lung ausse­hen? Kann ich meinen Lebens­stan­dard beibe­hal­ten oder will ich den verbes­sern, indem ich bestimm­te Voraus­set­zun­gen an meine zukünf­ti­ge Immo­bi­lie als Erst­erwer­ber stel­le. Welche Ausstat­tung soll die Wohnung oder das Haus haben. Gege­be­nen­falls ist ein Umbau oder eine Ausstat­tungs­ver­bes­se­rung möglich? Welche Kosten werden hier entste­hen?

Punkt 2. Der Erst­erwer­ber geht auf Immo­bi­li­en­su­che.

Zeitun­gen mit Immo­bi­li­en­an­zei­gen sind oft eine gute Infor­ma­ti­ons­quel­le. Hier annon­cie­ren auch meist viele Makler und bieten Ihre Mithil­fe an. Suchen Sie einen Makler, bei dem Sie das Gefühl haben, dass er gut ausge­bil­det und vertrau­ens­wür­dig ist. Fragen Sie ihn, ob er die Immo­bi­lie nur vermit­telt, oder den Kauf für Sie als Erst­erwer­ber komplett bis zum Bezug betreut.

Geben Sie dem Makler für den Besich­ti­gungs­tag ihre genau­en Vorstel­lun­gen einer Wohnung oder eines Hauses, damit der Makler alles besser vorbe­rei­ten kann und Sie nicht Immo­bi­li­en besich­ti­gen müssen, die ohne­hin nicht in Frage kommen. Sie haben dann auch mehr Zeit für eine ausführ­li­che und sehr genaue Besich­ti­gung. Das ist sehr wich­tig, damit Sie nicht später erst bei Bezug die Schä­den oder Mängel fest­stel­len. Gera­de Sie als Erst­erwer­ber soll­ten bei einer even­tu­el­len zwei­ten Besich­ti­gung einen Fach­mann Ihrer Wahl mitneh­men.

Punkt 3. Erst­erwer­ber unter­schät­zen oft den Kapi­tal­be­darf.

Handelt es sich um eine ferti­ge Immo­bi­lie, so ist das Ange­bot in der Zeitung oder des Maklers zunächst nur der vom Verkäu­fer vorge­se­he­ne Verkaufs­preis ohne Neben­kos­ten. Meist ist dieser Verkaufs­preis noch handel­bar. Hinzu kommen immer die Notar und Grund­buch­kos­ten, sowie die Steu­ern. Auch die Makler­kos­ten kommen hinzu, wenn über einen Makler erwor­ben wird. Soll­ten Reno­vie­run­gen oder Umbau­ten anste­hen, sind diese auch mit einem Fach­mann zu ermit­teln und mit einzu­kal­ku­lie­ren.

Handelt es sich aber um eine noch zu bauen­de Immo­bi­lie, die komplett ange­bo­ten wird, entste­hen meist viele Sonder­wün­sche und je nach Zahlungs­wei­se Bauzeit­zin­sen, die auch in die Kosten­kal­ku­la­ti­on gehö­ren. Sonder­wün­sche sind selten im Voraus genau zu ermit­teln. Empfeh­lung: Zunächst die Grund­aus­stat­tung besich­ti­gen (Baube­schrei­bung genau durch­ar­bei­ten) und so viel als möglich vor dem nota­ri­el­len Erwerb die Ände­rungs­wün­sche fest­le­gen und Prei­se ermit­teln.

Zu guter Letzt gehö­ren in die Kosten­kal­ku­la­ti­on auch noch, mindes­tens bei gebrauch­ten Immo­bi­li­en Rück­la­gen für even­tu­el­le Repa­ra­tu­ren, die plötz­lich auftre­ten können. Diese sind aber keine Beträ­ge, die Sie in der Finan­zie­rung mit unter­brin­gen können, sondern in Ihrem Konto vorhan­den sein soll­ten.

Aus all diesen Kosten­be­trä­gen ergibt sich dann die Gesamt­fi­nan­zie­rung, die sich dann aus Eigen­ka­pi­tal und Hypo­thek zusam­men­setzt.

Punkt 4. Erst­erwer­ber haben zu wenig Wissen über Hypo­the­ken.

Bei Immo­bi­li­en­kre­di­ten handelt es sich meis­tens um Hypo­the­ken, also um Geld, dass lang­fris­tig von Banken oder Hypo­the­ken­ban­ken verge­ben wird. Hier soll­ten Sie sehr genau hinschau­en und verschie­de­ne Ange­bo­te und Syste­me anbie­ten lassen und verglei­chen. In einem weite­ren Text werde ich darauf getrennt zurück­kom­men. (Check­lis­te Baufi­nan­zie­rung / Immo­bi­li­en­kre­dit) Eines ist aber ganz wich­tig: holen Sie sich bei meinem Portal für Baufi­nan­zie­rungs­ver­gleich Bera­tung und Ange­bo­te ein.