Briefgrundschuld

Die Briefgrundschuld ist eine spezielle Grundschuldart.

Nach dem deutschen Gesetz gibt es zwei Arten von Grundschulden. Eine Art ist die Buchgrundschuld, die nur notariell im Grundbuch eingetragen wird. Die andere Art ist auch notariell im Grundbuch eingetragen, hat aber zusätzlich einen sogenannten Grundschuldbrief mit Siegel.

Die besonders flexible Handhabung bei Abtretungen (notwendiger oder freiwilliger Wechsel des Gläubigers) ist der größte Vorteil der Briefgrundschuld. Eine Briefgrundschuld ist eine spezielle Grundschuldart, die in erweiterter Form Anwendung findet. Indem der Brief dem Gläubiger übergeben wird, erhält dieser alle Rechte an dieser Briefgrundschuld. Die Übertragung der Briefgrundschuld kann durch schriftliche Abtretung sowie Briefübergabe oder durch mündliche Abtretung sowie Briefübergabe und Grundbucheintrag erfolgen.

Auch eine Briefgrundschuld kann grundsätzlich abgetreten werden, indem eine Abtretungserklärung in schriftlicher Form vorgelegt wird. Mit der Übergabe des Grundschuldbriefes wird eine Abtretung rechtskräftig. Die Briefgrundschuld findet sich weniger häufig als die Buchgrundschuld, da bis zu 25% mehr an Grundbuchkosten anfallen und die Urkunde verloren gehen kann, was eine teure Kraftloserklärung erforderlich machen würde.